26.04.20
Der Sonntag Misericordia domini
Ich bin der gute Hirte“, sagt Jesus: der zweite Sonntag nach Ostern ist der Hirtensonntag. Die Schafe kennen die Stimme des Hirten – und er sorgt für sie und lässt, wenn es nötig ist, sein Leben für die Schafe

Ein Kurzimpuls aus Tangerhütte...:

19.04.20
Der Sonntag Quasimodogeniti

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. (1. Petr 1, 3)

Ein Kurzimpuls aus Bittkau...:

14.04.20
Abgeschiedenheit

Wir schreiben Woche vier der Schulschließungen und ich tue das, was in diesen Tagen viele Eltern schulpflichtiger Kinder tun: Ich schaue meiner Tochter über die Schulter. Das Religionsbuch ist aufgeschlagen, daneben ein Arbeitsblatt. Die ersten Zeilen darauf erkenne ich sofort:
„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat“. Mit diesen Versen beginnt Psalm 121, mein Konfirmationsspruch. Sie sind mir sehr vertraut. „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen…“. Berge sind einfach da, unverrückbar, erhaben, verlässlich. Viele Gottesbegegnungen, von denen die Bibel erzählt, fanden auf Bergen statt – am Sinai oder Horeb zum Beispiel und natürlich auf dem Zion bei Jerusalem. Berge sind ein imposanter Anblick, ein Stück herausragender Schönheit inmitten einer Landschaft.
Die Schulschließungen gehen in ihre fünfte Woche, die meisten anderen Kontaktbeschränkungen auch. Der erste Elan und eine große Portion guter Wille sind aufgebraucht. Der „neue Alltag“ nach Corona lässt auf sich warten. Ermüdung stellt sich ein, aber auch Erleichterung. Tatsächlich zeigt unser aller Verzicht Wirkung.
„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen…“ zu imposanten Bergen kann ich zur Zeit nicht reisen. Aber ihr Anblick ist vor meinem inneren Auge gegenwärtig. Unsere inneren Landschaften gehen uns bei aller Abgeschiedenheit nicht verloren. Vielleicht taucht ihre Schönheit gerade jetzt auf: ein Psalmvers, eine Musik, der Blick auf die Berge oder das Meer. Welche prägenden Erfahrungen wohl aus dieser besonderen Zeit hinzukommen werden? Ich kann es noch nicht sagen. Aber ich hoffe, dass so manches an Kreativität, an aufmerksamer Nähe und Liebe zum Leben bleibt.

Es grüßt Sie herzlich Ihre Pfarrerin Claudia Rost
12.04.20
Das Osterevangelium (Markus 16, 1-8)

Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?

Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Gewand an, und sie entsetzten sich.
Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten. Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingeht nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.

Und sie gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemand etwas; denn sie fürchteten sich.
DER HERR IST AUFERSTANDEN. ER IST WAHRHAFTIG AUFERSTANDEN!
HALLELUJA

Ein Ostergruß von Sebastian Socha (Trompete) und Tilman Frieser (Orgel) aus dem Stendaler Dom: