Gottesdienste und Andachten in der Region   >>> HIER INFORMIEREN <<<

19.07.2020
Ferien-Zeit

Hallo liebe Kinder, Liebe Leute,
mit dieser kleinen Geschichte möchten wir euch für den Sommer etwas mit auf den Weg geben…
Diese Andacht soll euch durch die Ferienzeit begleiten und euch Mut geben durchzuhalten.
Aber es sind ja Ferien und das ist schon ein Grund sich zu freuen...
Wir freuen uns mit Euch…
Beate Muskulus und Ruth Günther, Gemeindepädagoginnen

Noah und die Arche
Vor langer lebte ein Mann mit Namen Noah. Er hatte eine Frau und drei Söhne. Er liebte Gott und lebte nach seinen Geboten. Eines Tages hörte er die Stimme Gottes: "Noah, bau dir ein Schiff! Denn ich werde es regnen lassen, bis alles Land überflutet ist. Die Menschen sind schlecht zueinander und zu der Erde. Aber dich und deine Familie will ich retten. Von allen Tieren nimm je ein Paar mit auf das Schiff."
Noah hörte auf Gottes Worte und baute ein Schiff aus Holz mit Fenstern, Türen und Zimmern so groß wie ein Haus - die Arche. Er führte die Tiere des Himmels, der Erde und des Wassers hinein, je ein Paar. Dann ging er mit seiner Familie in die Arche und schloss die Türen. Die Sonne verschwand. Dicke schwarze Wolken zogen über den Himmel.
Dann begann es zu regnen und es hörte nicht mehr auf. Die Flüsse wurden zu Seen. Bald war das Land überschwemmt. Das Wasser stieg immer höher. Schließlich waren die höchsten Bergspitzen nicht mehr zu sehen. Nur Noahs Arche schwamm sicher auf den Wellen. Nach vielen Tagen und Nächten hörte es endlich auf zu regnen. Langsam begann das Wasser zu sinken. Die Arche trieb immer noch über das Meer. Aber eines Tages gab es einen heftigen Ruck und die Arche saß fest. Sie war auf einen Berg aufgelaufen. Noch einige Wochen vergingen, bis alle Berge und Hügel wieder zu sehen waren. Aber das Land, Bäume und Sträucher standen noch immer unter Wasser.
1. Mose, Kapitel 6 - 8


1. Noah erhält einen Auftrag von Gott: "Die Menschen sind böse zu sich und der Welt. Ich werde einen großen Regen schicken, das zu vernichten. Baue eine Arche, um das Gute zu retten!"



2.Noah baut - doch die Leute verstehen ihn nicht...



3. Die Arche ist fertig. Noah sammelt die Tiere ein. "Nimm von jedem ein Paar"




4. Der große Regen kommt. Die Arche gibt Schutz denen, die ein "zu Hause" gefunden haben.



07.07.2020

An(ge)dacht:


„So, wie es war, wird es nicht mehr.“ - höre ich in letzter Zeit häufiger. Und dann zuckt es in mir. Warum denn so pessimistisch, will ich einwenden und lasse es. So wie es war, wird es nicht mehr! Das ist wohl richtig. Natürlich hoffe ich darauf, dass irgendwann alles wieder normal ist. Obwohl ich nicht so genau weiß, was „normal“ dann bedeutet. Vielleicht, dass ich mich an manches gewöhnt habe, es sich dann „normal“ anfühlt? An das Masketragen und Abstandhalten werde ich mich wohl nie gewöhnen.

Aber will ich, dass alles wieder so wird und bleibt, wie wir es gewohnt waren? Schlecht bezahlte Pflegekräfte, unmenschliche Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie, auf Kosten von Mensch, Tier und Natur weiter wie bisher?
Das Seufzen der Schöpfung – wie Paulus schreibt, ist dieser Tage deutlich zu hören. Unser aller Seufzen auch! Natürlich hätten wir auf das Virus lieber verzichtet. Aber es ist da und das, was wir erleben und lernen ebenso.

Etwas Neues und durchaus Schönes entsteht nicht selten genau da, wo wir aus unseren gewohnten Bahnen katapultiert werden und unser Leben neu ausbalancieren müssen. Dann stellt sich die Frage: Was soll anders werden? Und worauf hoffen wir?

Ihre Pfarrerin C. Rost